Ulrichswoche 2026

„Löscht den Geist nicht aus!“
(1 Thess 5,19)

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

von Papst Franziskus seligen Angedenkens haben die Katholiken in aller Welt das „Gespräch im Heiligen Geist“ kennengelernt. Die sog. Synodale Übung, die auch bei der Weltsynode 2023/2024 üblich war, wird inzwischen in vielen Pfarreien und Gremien unseres Bistums praktiziert und die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Menschen, die sich auf diese Form des gegenseitigen Zuhörens einlassen, stellen fest, dass die Methode nicht nur entschleunigt, sondern auch die Achtung voreinander stärkt.

In einer Zeit, in der Vorurteile und Klischees wieder Konjunktur haben, ist es wichtig, dass wir Christinnen und Christen ein deutliches Gegengewicht schaffen und uns mit Respekt und einem Vorschuss an Vertrauen begegnen. Denn wir sind „gemeinsam auf dem Weg“ – das bedeutet Synodalität – hin zu jenem Ziel, das Jesus Christus heißt.

Vor seiner Auffahrt in den Himmel hat er den Menschen, die ihn als „Weg, Wahrheit und Leben“ (Joh 14,6) erkannt hatten, den Heiligen Geist als Beistand und Lehrer verheißen. Von Ostern bis Pfingsten betet die Kirche inständig um die Herabkunft des Geistes Gottes, dessen Gaben für ein Leben aus dem Glauben unerlässlich sind.

Doch wie steht es mit unserer ganz persönlichen Beziehung zum Heiligen Geist? Kommt er in unseren Gebeten überhaupt vor? Geben wir ihm Raum in unserem Denken und Handeln, leben wir in seiner Geistes-Gegenwart?

Ich lade Sie ein, die Ulrichswoche 2026 unter die Schirmherrschaft des Heiligen Geistes zu stellen, weil er es ist, „der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts“ (Joh 6,63). Wir haben, so scheint mir, den Heiligen Geist heute nötiger denn je.

Doch als gläubige Menschen müssen wir nicht seufzen, „Ich bin – oder auch: die Welt ist – von allen guten Geistern verlassen“, weil wir wissen, dass wir in Taufe und Firmung mit dem Heiligen Geist begnadet, das heißt ausgerüstet wurden, um, wie es einst der hl. Ulrich getan hat, die Frohe Botschaft zu verkünden. Das ist ein Grund zu feiern, meinen Sie nicht auch?

Ihr

+ Bertram
Bischof von Augsburg

Audio/Video

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